Messstellenbetrieb Strom

Der Messstellenbetrieb für konventionelle Messtechnik liegt grundsätzlich in der Zuständigkeit des Netzbetreibers. Lesen Sie hier, welche Pflichten Messstellenbetreiber im Netzgebiet der DREWAG NETZ GmbH erfüllen müssen und welche technischen Rahmenbedingungen  gelten.

Die Grundzuständigkeit für intelligente Messtechnik Strom hat die DREWAG NETZ GmbH auf die DIGImeto GmbH & Co. KG übertragen.

Entgelte für den Messstellenbetrieb

Für den durch die DREWAG NETZ GmbH als grundzuständigen Messstellenbetreiber durchgeführten Messstellenbetrieb gelten die genehmigten Entgelte gemäß Preisblatt.

Für den auf Veranlassung der DREWAG NETZ GmbH durchgeführten Ersatzbetrieb (§ 17 MsbG) zahlt die DREWAG NETZ GmbH ein Entgelt gemäß der den Mindestanforderungen entsprechenden Messeinrichtung in Höhe ihrer eigenen genehmigten Entgelte. Sonder- und Zusatzfunktionen können nicht vergütet werden.

Rechtsgrundlagen

Der Messstellenbetrieb ist gemäß § 3 Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) Aufgabe des grundzuständigen Messstellenbetreibers. Der Messstellenbetrieb umfasst folgende Aufgaben:

  • Einbau, Betrieb und Wartung der Messstelle und ihrer Messeinrichtungen und Messsysteme sowie Gewährleistung einer mess- und eichrechtskonformen Messung entnommener, verbrauchter und eingespeister Energie einschließlich der Messwertaufbereitung und form- und fristgerechten Datenübergabe
  • technischer Betrieb der Messstelle einschließlich der form- und fristgerechten Datenübertragung

Bei Abschluss eines Messstellenbetreiberrahmenvertrages mit der DREWAG NETZ GmbH besteht die Möglichkeit, dass ein dritter Messstellenbetreiber die vorgenannten Leistungen im Auftrag des Anschlussnutzers (Kunden) übernimmt.

Messstellenbetrieb für intelligente Messtechnik Strom

Zum 01.09.2018 hat die DREWAG NETZ GmbH die Grundzuständigkeit auf der Grundlage eines Vertrages zur Übertragung der Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen auf die  DIGImeto GmbH & Co. KG übertragen. Die Parteien sind davon ausgegangen, dass für die Übertragung keine Ausschreibung nach § 41 Abs. 2 MsbG i. V. m. Teil 4 des GWB erforderlich ist, weil ein Ausnahmetatbestand nach § 108 bzw. § 139 GWB vorliegt. Die Übertragung der Grundzuständigkeit wurde der BNetzA schriftlich angezeigt. Daraufhin hat die BNetzA mitgeteilt, dass eine Anzeige des Wechsels im Bundesanzeiger nach § 43 Abs. 4 MsbG nur bei einem Übertragungsverfahren nach dem GWB durchzuführen ist.

Messstellenbetreiberrahmenvertrag und Technische Mindestanforderungen

Die Bundesnetzagentur hat mit den Beschlüssen vom 23.08.2017 (Az. BK6-17-042 und BK7-17-026) standardisierte Messstellenbetreiberrahmenverträge für Strom vorgegeben. Der Messstellenbetreiberrahmenvertrag wird zwischen Netzbetreiber und Messstellenbetreiber geschlossen. Er regelt die Rechte und Pflichten der Vertragspartner bei der Durchführung des Messstellenbetriebs einschließlich der mess- und eichrechtskonformen Messung an den Messlokationen.

Ergänzender Inhalt
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