Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G)

 

Nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWKG) sollen dezentrale Erzeugungsanlagen im Interesse der Energieeinsparung und des Umweltschutzes einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Darüber hinaus soll der Neu- und Ausbau von Wärme- und Kältenetzen sowie von Wärme- und Kältespeichern, in die Wärme bzw. Kälte aus KWK-Anlagen eingespeist wird, gefördert werden.

Kraft-Wärme-Kopplung im Sinne des Gesetzes ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung ist die Umwandlung von Nutzwärme aus KWK in Nutzkälte durch thermisch angetriebene Kältemaschinen.

Nachfolgend finden Sie als Anlagenbetreiber umfassende Informationen speziell zum Anschluss, den Fördervoraussetzungen, zur Höhe der Vergütung und Muster-Stromeinspeiseverträge sowie Informationen zur Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen sowie von Wärme- und Kältespeichern.

Einspeisebedingungen/Vergütungsvoraussetzungen

 

Förderung zuschlagsberechtiger KWK-Anlagen 

Für die eingespeiste Strommenge sowie die nicht eingespeiste Nettostromerzeugung, soweit es sich um KWK-Strom handelt, vergütet der Netzbetreiber den KWK-Zuschlag gemäß § 6 Abs. 1 bzw. § 6 Abs. 4 KWK-Gesetz. Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung des Zuschlages ist die Zulassung als KWK-Anlage (BAFA-Zulassung) gemäß § 6 i. V. m. § 10 KWK-Gesetz bzw. die Zulassung für kleine KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 50 kW per Allgemeinverfügung gemäß § 10 Abs. 6 KWK-Gesetz durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Informationen zum Netzanschluss

Für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen gelten die Technischen Mindestanforderungen
der DREWAG NETZ GmbH.


 

Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen

Wärme- und Kältenetzbetreiber haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWK-G gegenüber dem Netzbetreiber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages. Zur Zahlung des Zuschlages ist derjenige Netzbetreiber verpflichtet, an dessen Netz die KWK-Anlage mit der größten elektrischen Leistung angeschlossen ist, die in das Wärme- bzw. und Kältenetz einspeist. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Netzbetreiber an den Wärme- bzw. Kältenetzbetreiber ausgezahlt.

Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern

Betreiber von Wärme- und Kältespeichern haben gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des KWK-G gegenüber dem Netzbetreiber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags. Zur Zahlung des Zuschlages ist derjenige Netzbetreiber verpflichtet, an dessen Netz die KWK-Anlage mit der größten elektrischen Leistung angeschlossen ist, die in den Wärme- bzw. Kältespeicher einspeist. Der Zuschlag wird nur nach Vorlage einer entsprechenden BAFA-Zulassung vom Netzbetreiber an den Betreiber des Wärme- bzw. Kältespeichers ausgezahlt.